Archiv der Kategorie: Menü des Tages

Mein neues Feature…

heißt: "Das Flüchtlingsheim bei mir an der Ecke" Ein Flüchtlingsheim eröffnet in genau 50 Meter Luftlinie. Ein Jahr lang helfe ich dort. Ich erlebe Höhen und Tiefen, Hilflosigkeit auf beiden Seiten - und finde Freunde. Ich lerne: am wichtigsten ist es, zu wissen, wer man ist. Hier geht's zum Nachhören: http://www.mdr.de/kultur/podcast/feature/audio-feature-das-fluechtlingsheim-bei-mir-um-die-ecke-100.html

Interview

Letztes Jahr habe ich während der Recherchen zu meinem Feature über ein Flüchtlingsheim (Demnächst hier) mit Mehrnousch Zaeri-Esfahani gesprochen. Sie ist Sozialarbeiterin, preisgekrönte Kinderbuchautorin, coacht Flüchtlingshelfer, hält Vorträge und gibt Workshops zum großen Thema: Integration. Sie musste, als sie 10 Jahre alt war, selbst mit ihrer Familie aus dem Iran flüchten. Sie weiß, was alles schief gehen kann, wenn Menschen aus einer kollektivistisch geprägten Gesellschaft hierher kommen, in ein Land, in dem Menschen individualistisch erzogen werden.  Hier kann man das Interview nachhören.  

Venedig

Bilder von Venedig posten heißt eigentlich: Etwas sagen, was schon tausend andere vor dir... Ich probiers trotzdem. Und ich habe mich wirklich auf ganz wenige Fotos beschränkt. Was mich die Reise allerdings einmal mehr gelehrt hat: Dass ich einfach nicht fotografieren kann. Und sonst? Ich habe gemerkt, dass ich Lust hätte, Italienisch zu lernen. Dass ich besseren Kaffee trinken muss. Dass Leipzig zu wenig Plätze hat, auf denen man sitzen kann. Ach, ach Venedig, pass bloß gut auf dich auf, dass du noch lange da bist.

Herr Wosche in China

Vor ein paar Jahren erschien eine Geschichte von mir in der GECKO - Die Bilderbuchzeitschrift. Jetzt ist sie in China verlegt wurden. Da weiß man mal, wie sein Name auf chinesisch geschrieben wird. Der Titel heißt in der deutschen Ausgabe "Herr Wosche". In dem chinesischen Buch wurde er übersetzt mit "Herr Kreuzundquer" oder "Herr Raufundrunter" oder so ähnlich. Herr Wosche hat nämlich ein Problem mit der Koordination seiner Gliedmaßen. P1070125

Zeitreise

Bei einem Ausflug in die Dübener HeideP1070076 landeten wir auf einem Bauernhof, der aus den 80er-Jahren der DDR übrig geblieben war. Ich glaube, diese Bad- verkleidung (rechts) klebte früher in den D-Zügen. Sehr pragmatisch auch die Handtuchhaken in dem "Sprelacart".     Auch Deko-Objekte gab es in den Bungalows zu entdecken. Die Person links ist übrigens eine Sparbüchse, für das rechte Dingsbums weiß ich keinen Namen. Eine Froschteichampel? P1070073P1070074             P1070066Im benachbarten Bad Schmiedeberg bewies die örtliche Fleischermeisterin Mut zur ausgefallenen Schaufenstergestaltung. Wahrscheinlich kaufen die Bad Schmiedeberger ihr Fleisch hier mit hochrotem Kopf ein:

P1070078Klare Sache:

P1070088Niemand weiß, wer Kurt am Ende ist. Laut Suchmaschine gab es in Chemnitz einen Architekten namens Curt am Ende, der ist in den 1970er-Jahren verstorben. Dieser Kurt am Ende aber ist auf dem Bad Schmiedeberger Denkmal für die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs aufgelistet. Näheres weiß man nicht zu Herrn am Ende. P1070089Und wir wurden am Ende beinahe Zeugen einer Entbindung. Der Hühnchennachwuchs plumpst gleich auf die mütterlichen Füße. Haben wir dann aber doch nicht gesehen, das Huhn zog sich zurück. P1070085

Vorfall

P1070007Dieses Armband habe ich vor einer Ewigkeit von einer Freundin bekommen. Sie kaufte es damals auf dem historischen Markt in Aleppo und brachte es mir mit. Heute liegt dieser Markt in Trümmern, wie eigentlich ganz Aleppo. Letzten Sommer fiel mir das Armband wieder in die Hände. Ich legte es an und dachte, ich trage es so lange, bis es von selber vom Arm fällt. Vielleicht passiert dann etwas Gutes... Am Wochenende war es so weit. Das Armband ist kaputt gegangen und fiel herunter. Liebes Universum, ich hoffe, du hast genau mitgehört ...

Neues Jahr und so

Das war mal ein kleiner Buchladen in meinem Kiez. Hat lange durchgehalten. Dann gings nicht mehr. Jetzt steht er leer und wartet. Vielleicht kommt noch ne Bäckerkette, noch ein Handyladen oder... Was mir aber jetzt erst aufgefallen ist: die metallene Verzierung vor dem Schaufenster. Ich überlege, ob ich nachts heimlich die Enden der unfertigen Brezeln mit einer Kneifzange zusammendrücke, so dass sie sich in lauter kleine Herzen verwandeln. Herzen bedeuten dann Glück und Liebe, davon kann mein Kiez ne Menge vertragen, zum Beispiel oben im Flüchtlingsheim, aber natürlich nicht nur da. Ich wünsche euch allen ein neues gutes Jahr mit Tschitschi, PomPom und noch besseren Dingen. P1060868

Uwes Mama

Komme ich ahnungslos in die Küche einer Freundin - und wer steht da auf dem Küchentisch? Uwes Mama! Ich habe sie gefunden. Uwe lebt schon seit Jahren bei uns, auf unserem Küchentisch in einem kleinen Eierbecher, das ist er. Jetzt muss ich sehen, wie ich für die beiden Schweine eine Familienzusammenführung organisiere. Das wird sicher sehr bewegend. Ich soll jedoch von Uwe ausrichten, er möchte keine Presse. Es soll eine kleine, private Veranstaltung werden. Ihr habt Verständnis, nicht wahr? Und das ist Uwes Mama, voll elegant, voll gepflegt. Und wie ähnlich sich die beiden sind. IMG_20151114_215054