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		<title>Stadtausflug Leipziger Osten, Teil 2</title>
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		<pubDate>Sat, 12 May 2012 19:47:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lecker Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Leipziger Osten]]></category>
		<category><![CDATA[Park]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Urban Gardening]]></category>
		<category><![CDATA[Viadukt]]></category>

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		<description><![CDATA[Unser erster Stadtausflug in den Leipziger Osten (hier) liegt eine Weile zurück, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und deshalb jetzt der Bericht von unserer Tour: Täubchenweg &#8211; Breite Straße &#8211; Herrmann-Liebmann-Straße &#8211; Mariannenpark &#8211; Liebmann-Straße zurück &#8211; Wurzener Straße &#8211; Torgauer-Straße &#8211; Dresdner-Straße &#8211; insgesamt mal eben so nach Sellerhausen und zurück. Höhepunkt war eindeutig [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Unser erster Stadtausflug in den Leipziger Osten (<a href="http://text-burger.de/?p=1018">hier</a>) liegt eine Weile zurück, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben und deshalb jetzt der Bericht von unserer Tour: Täubchenweg &#8211; Breite Straße &#8211; Herrmann-Liebmann-Straße &#8211; Mariannenpark &#8211; Liebmann-Straße zurück &#8211; Wurzener Straße &#8211; Torgauer-Straße &#8211; Dresdner-Straße &#8211; insgesamt mal eben so nach Sellerhausen und zurück. Höhepunkt war eindeutig der Plausch mit Jonas und Yassin.</p>
<p>Unser erstes Lieblingshaus, altrosa mit bröckelndem Putz:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020843.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1198" title="rosa Haus" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020843-e1336845690386.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
<p>Urban Gardening mitten in der Stadt: Die Initiative Querbeet eröffnete gerade einen offenen Garten mit einer Fläche von ca. 5000 m² in der Hermann-Liebmann-Str. 17-19. Hier werden nach den Prinzipien der ökologischen Landwirtschaft Nutzpflanzen angebaut -von Bürgern für Bürger:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020848.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1199" title="Querbeet" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020848-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Ein verlassenes Schlösschen mit Balkönchen und Bäumchen, Prinzesschen war ausgeflogen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020849.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1200" title="Schlösschen" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020849-e1336846163832-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020850.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1201" title="Balkönchen" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020850-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Wer sagt, dass eine Straßenabsperrung keine Halterung für Blumenkästen sein kann? Auch wenn das vermooste Leben in den Blumenkästen sich selbst überlassen wurde:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020853-e1336846457489.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1202" title="Blumenkästen" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020853-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Natürlich ist der Leipziger Osten wild und gefährlich:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020854.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1203" title="Riot Graffiti" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020854-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Wunderschöner Mariannenpark (entstanden um 1913, nachzulesen <a href="http://www.leipzig.de/de/buerger/freizeit/leipzig/parks/marianne/03075.shtml">hier</a>).  Während wir ein Sonnenbad auf der Bank (rechts auf dem ersten der vier Park-Bilder) nehmen, beobachten wir zwei Jungs, die ein altes, rosafarbenes Laptop immer wieder die Treppen hinunterschmeißen und darauf herumtrampeln. Als wir wenig später auf dem Weg zu unseren Fahrrädern vorbei müssen, ruft der eine munter: &#8220;Hallo!&#8221; Wir halloen zurück. Der eine erklärt:</p>
<p>&#8220;Ich lasse gerade meine Wut ab. Ich hab Wut auf meine Lehrer. Wir haben nämlich ein Mädchen mit ADHS in der Klasse, die darf alles machen, sogar in der Stunde telefonieren. Ich hab auch ADHS und ich darf nichts.&#8221;</p>
<p>Wir bekunden unser Empören über diese Ungerechtigkeit. Die beiden heißen Jonas (ca. 11) und Yassin (ca. 9). Als wir uns mit &#8220;Ingrid und Judith&#8221; vorstellen, sagt Jonas: &#8220;Cool!&#8221;</p>
<p>Jonas erzählt viel. Dass er eine blöde Schwester von sechs Jahren hat, die ihn immer ärgert und voll geizig ist. Sie will ihm kein Geld von ihrem Ersparten borgen, damit er seine Tabletop-Figuren-Sammlung erweitern kann. Er hätte da nämlich Uruk-hai und Höhlentrolle von &#8220;Herr der Ringe&#8221; im Auge. Yassins Schwester ist auch blöd. Wir geben zu, dass Geschwister ganz schön nerven können, aber ganz ohne wär&#8217; s ja auch langweilig. Jonas gibt uns Recht.</p>
<p>Jonas nimmt keine Medizin gegen ADHS, er reagiert sich oft mit einem Stressball ab. Seine Mutter hat gesagt, man muss ein Kind nicht mit Medizin vollpumpen. Sie hat ihn auf die Georg-Schumann-Mittelschule geschickt, weil das die beste in Leipzig ist, wie sie sagt. &#8220;Dabei gehen da voll viele Assis hin&#8221;, weiß Jonas zu berichten, &#8220;Das geht ja gar nicht. Da kommen welche und hauen deinen Kopf einfach so gegen die Wand.&#8221;</p>
<p>Jonas hat sich heimlich ein TS bei Security besorgt, das ist wohl eine Art Schlagstock mit Teleskopstange. Damit wehrt er sich, wenn es hart auf hart kommt. Nun sind Ingrid und ich ein bisschen erschrocken und wir raten Jonas, bloß vorsichtig mit dem Ding zu sein. Ist er, beteuert er.</p>
<p>Die beiden wünschen uns noch einen schönen Tag und winken uns hinterher. Wir tun dasselbe.</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020859.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1204" title="Mairannenpark 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020859-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020860.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1205" title="Mariannenpark 2" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020860-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020858.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1206" title="Mariannenpark 3" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020858-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020861-e1336847335325.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1207" title="Mariannenpark 4" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020861-e1336847447588-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
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<p>Zur Erinnerung habe ich zwei Tasten aus dem rosa Laptop mit nach Hause genommen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020882.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1216" title="Laptoptasten" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020882-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Auf der reichhaltigen Wiese fand sich etwas Kohlrabiähnliches, in das wir todesmutig hineinbissen. Falls es in Zukunft keinen weiteren Blogeintrag gibt, ist uns die Pflanze schlecht bekommen. Zur Warnung bilde ich sie schon mal vorsorglich ab:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020869.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1208" title="Ingrid und ich" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020869-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020870.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1209" title="Kolrabi?" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020870-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Impressionen zwischen Monika und Eierkuchen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020876.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1210" title="Salon Monika" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020876-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020878.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1211" title="Goldene Eierkuchen" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020878-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Vor ein paar Jahren unterhielt ich mich mit Olav Petersen vom Saegewerkatelier über das alte Viadukt von 1875. Schon damals stand fest, dass es 2012 still gelegt wird. Petersen erzählte damals von seiner Vision, den Viadukt in einen kilometerlangen Radweg zu verwandeln &#8211; einfach Schienen runter und Beton drauf. So könnte der Leipziger Osten unmittelbaren Anschluss an das Zentrum bekommen. Mittlerweile ist auch <a href="www.parkbogen-ost.org">hier</a> die Rede vom <a href="http://parkbogen-ost.org/">Parkbogen Ost</a>, eine Art High Lane Park, der sich an den Stadtteilen Reudnitz, Anger-Crottendorf, Stötteritz und Sellerhausen entlang schlängelt:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020877.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1212" title="High Line" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020877-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
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		<title>Männerberufe</title>
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		<pubDate>Sun, 06 May 2012 12:43:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menü des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Alltag]]></category>
		<category><![CDATA[Einkaufskultur]]></category>
		<category><![CDATA[Emanzipation]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen und Männer]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn ich am Samstagnachmittag in der Netto-Filiale in der Bernhard-Göhring-Straße stehe, frage ich mich, wieso die gesamte Südvorstadt genau dann einkaufen geht, wenn ich nur mal eben schnell eine Flasche (Inhalt bleibt geheim) holen will. Und natürlich stelle ich mich dann auch noch genau in die Kassenschlange, die etwas später wegen einer technischen Panne am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn ich am Samstagnachmittag in der Netto-Filiale in der Bernhard-Göhring-Straße stehe, frage ich mich, wieso die gesamte Südvorstadt genau dann einkaufen geht, wenn ich nur mal eben schnell eine Flasche (Inhalt bleibt geheim) holen will. Und natürlich stelle ich mich dann auch noch genau in die Kassenschlange, die etwas später wegen einer technischen Panne am längsten braucht. Dort hatte sich ein Bon mit falschen Informationen im Computer verfangen. Der sehr junge Mann an der Kasse begann zu schwitzen und versuchte, stur auf den Bildschirm starrend, das Problem zu lösen. Dann drehte sich die erfahrene Kassiererin von nebenan zu ihm hin, um ihm zu helfen, derweil wurde auch ihre Warteschlange immer länger (insgesamt gab es vier Kassen mit vier Warteschlangen). Dann brauchte der Kassierer auch noch eine Autorisierung und telefonierte deswegen. Es dauerte halt seine Zeit.</p>
<p>Was machen derweil die Wartenden in der Schlange? Die gerade unmittelbar an der Zeitschriftenecke stehen, haben es gut. Pragmatiker gehen gleich mal die Gästeliste für die diesjährige Einschulung ihres Kindes durch. Andere fangen an zu reflektieren: Wann habe ich das letzte Mal so richtig lange angestanden? Da kann es leicht historisch werden und ein Exkurs durch die DDR-Einkaufskultur frischt ostdeutsche Befindlichkeiten auf. Wieder andere spannen ihre Chakren beim Anstehen an und machen Yoga. Viele holen das Handy heraus und simsen spannende, kleine Texteinheiten wie: &#8220;Boah ich steh grad voll lange an im Netto.&#8221; oder &#8220;Bin gleich da.&#8221; oder &#8220;Vor mir steht ein echt süßer Typ.&#8221;</p>
<p>Aber es gibt immer genügend Leute, die in so einer Situation anfangen zu meckern, obwohl die Sache nun mal nicht zu ändern ist und dadurch auch nicht besser wird. Am schlimmsten aber sind die, die erst so angepisst mit der Zunge schnalzen und dann einen Stöhner hinterher schicken. Und das immerzu und mit gesteigerter Lautstärke. Dazu treten sie von einem Bein auf das andere, als ob sie nötig auf die Toilette müssen, sich aber nicht trauen, das öffentlich auszusprechen.</p>
<p>Der Kassierer ließ sich von diesem Verhalten sichtlich verunsichern. Seine Hände zitterten und er zog die Produkte betont sorgfältig über den Scanner. Genau hinter mir aber stand ein altes Ehepaar, die anscheinend den Volldurchblick hatten. Kopfschüttelnd sah sie auf den Kassierer und raunte ihrem Mann zu: &#8220;Das ist doch ein Mann, ist eben nicht sein Fach!&#8221;</p>
<p>Ist das jetzt Emanzipation?</p>
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		<title>Das Leben im Park</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 15:45:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lecker Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Abtnaundorf]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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		<category><![CDATA[Park]]></category>
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		<description><![CDATA[Fundstück: eine hellblau-salbeifarbene Vogeleihälfte, Fundort: Abtnaundorfer Park Leipzig Seit dem Entstehen des Parks um 1750 herum, brechen hier die Vogeleier auseinander. Sag ich mal. Sei es, weil die Küken gewaltsam dem Leben entrissen werden oder sie höchstselbst dem Leben entgegen zu fliegen bereit sind. Gelebtes Leben steckt auch in diesem Schatten einer Figur aus Drahtgewebe [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fundstück: eine hellblau-salbeifarbene Vogeleihälfte, Fundort: Abtnaundorfer Park Leipzig</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020835.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1182" title="Vogelei" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020835-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Seit dem Entstehen des Parks um 1750 herum, brechen hier die Vogeleier auseinander. Sag ich mal. Sei es, weil die Küken gewaltsam dem Leben entrissen werden oder sie höchstselbst dem Leben entgegen zu fliegen bereit sind.</p>
<p>Gelebtes Leben steckt auch in diesem Schatten einer Figur aus Drahtgewebe der Künstlerin Franziska Möbius:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020814.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1187" title="Abtnaundorf 5" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020814-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Ich zitiere von der Seite <a href="http://www.stadt-land-kunst.org/41wegstrecken.php?pageNum_park=4&amp;totalRows_park=21">www.stadt-land-kunst.org:</a> &#8220;Durch das halbtransparente Material werden sie (die Figuren aus Drahtgewebe) zur Erscheinung, zur Ahnung davon, wie viele Menschen schon in diesem Park lustwandelten. Dazu gehörte auch Clara Schumann, die am 12. September 1840 Robert Schumann in der Schönefelder Dorfkirche geheiratet hatte.&#8221;</p>
<p>Clara Schumann heiratete ihren Robert gegen den Willen ihres Vaters. Wie oft ging sie wohl (die Schumanns lebten vier Jahre in Leipzig) durch den Park, fand dabei eine ebensolche Eierschale, hob sie auf und bewegte sie mit ihren langen, schmalen Klavierfingern hin und her und verfluchte dabei innerlich den strengen Übervater, der sie von Kindesbeinen an kontrolliert und getriezt hatte. Vielleicht stand sie an dem Teich und trat ihrem Vater in Gedanken in den Hintern. Vielleicht rannte sie übermütig mit Felix Mendelssohn Bartholdy, Franz Liszt und Christian Andersen über die Wiesen und machte sich mit ihnen über dilettantische Musiker lustig. Hier dachte sie wahrscheinlich über die Verse von Shakespeare oder Goethe nach, die sie nun endlich &#8211; der Herrschaft des Vaters entronnen &#8211; lesen durfte. Und hier haderte sie mit sich, weil in der Ehe mit Robert einiges auch nicht so lief, wie sie sich das vorgestellt hatte.</p>
<p>Und heute rennen wir hier rum. Treten anderen Leuten gedanklich in den Hintern, manchmal auch uns selbst. Denken über Gelesenes nach, planen Geschriebenes. Ich danke dem <a href="http://kreuzer-leipzig.de/">Kreuzer</a> für diesen Spazier-Tipp.</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020810.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1183" title="Abtnaundorf 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020810-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020822-e1335882508916.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1184" title="Abtnaundorf 2" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020822-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020825.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1185" title="Abtnaundorf 3" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020825-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020817.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1186" title="Abtnaundorf 4" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/05/P1020817-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Dr. Traugott Thomasius hatte den Park in Abtnaundorf um 1750 herum als Rittergutspark angelegt. Ab 1789 gelangte das Rittergut in den Besitz der Familie Frege, die dem Park bis etwa 1920 immer wieder bebauten und veränderten. Sie hatten viel zu tun, denn z. B. wurden große Teile des Parks während der Völkerschlacht zerstört. Völlig kaputt ging dieses schöne Fleckchen unter der Naziherrschaft und während des Zweiten Weltkriegs. Einige Elemente der ursprünglichen Parkgestaltung haben es bis heute geschafft, so der Teich mit Insel und Tempel, ein Säulenstumpf am Teich, ein Gedenkstein im Wald, eine Bogenbrücke über die Parthe und die Kastanienallee.</p>
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		<title>&#8220;Erzählen ist die Schwester des Vorlesens&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 12:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Junges Gemüse]]></category>
		<category><![CDATA[Mein Senf dazu]]></category>
		<category><![CDATA["Und was passiert dann?"]]></category>
		<category><![CDATA[Andrea Behnke]]></category>
		<category><![CDATA[Erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Literacy]]></category>

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		<description><![CDATA[Hierbei handelt es sich womöglich um die erste praktisch angewendete Rezension. Nachdem ich &#8220;Und was passiert dann?&#8221; von Andrea Behnke ausgelesen hatte, sagte ich zu Herrn Schlönske (angeregt durch das Kapitel &#8220;Rucksack- und Taschengeschichten&#8221;, denn bei uns werden grundsätzlich viele Dinge von der Straße aufgehoben und in Taschen verstaut): Das erste Ding, was du heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hierbei handelt es sich womöglich um die erste praktisch angewendete Rezension. Nachdem ich &#8220;Und was passiert dann?&#8221; von <a href="http://www.andreabehnke.de/">Andrea Behnke</a> ausgelesen hatte, sagte ich zu Herrn Schlönske (angeregt durch das Kapitel &#8220;Rucksack- und Taschengeschichten&#8221;, denn bei uns werden grundsätzlich viele Dinge von der Straße aufgehoben und in Taschen verstaut): Das erste Ding, was du heute findest, wird der Held der Geschichte, die wir uns ausdenken. Herr Schlönske brachte wenig später diesen unglaublich gewundenen Draht nach Hause, der in unserem Schaufenster <a href="http://text-burger.de/?p=1104">- hier</a> &#8211; gut rein gepasst hätte:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020805.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1174" title="Draht" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020805-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Und jetzt die Geschichte dazu: Das ist der Kleiderbügel Fratziputz. Eines Tages wurde er von seinem Kumpel zum Quatschkopf gebracht: Er schaukelte so sehr hin und her, dass er aus dem Kleiderschrank heraus purzelte. Da lag Fratziputz also auf dem Fußboden und fühlte sich einsam und nutzlos. Da kam eine Oma ins Zimmer und trat auf den Kleiderbügel. &#8220;Aua!&#8221;, rief Fratziputz, aber Menschen können die Kleiderbügelsprache nicht verstehen und so ging die Oma wieder hinaus. Aber: Sie hatte vergessen, das Fenster zu schließen. So hörte draußen ein Spatz Fratziputzens Jammern und flog ins Zimmer. Fratziputz sang: &#8220;Der Spatz, der Spatz, der süße Fratz, der braucht doch keine Gabel&#8230;&#8221; Nach einer kleinen Unterhaltung bat Fratziputz den Spatz, ihn und alle seine Kleiderbügel-Kumpel in sein Nest zu tragen. Der Spatz wohnte in einem besonders großen Nest, wie man sich denken kann. Der Spatz tat dies und so saßen die Spatzenfamilie und die Kleiderbügelbande gemütlich zusammen im Nest und dachten sich zusammen eine neue Geschichte aus, nämlich diese:</p>
<p>Es war einmal ein Riese, der wollte die Spatzen essen. Ein Leopard kam von hinten und wollte den Riesen aufhalten. Da pupste der Riese den Leoparden weg. Der Riese hatte schreckliche Bauchschmerzen und musste deshalb pupsen. Der Riese setzte sich hin. Ihm war der Appetit auf Spatzen vergangen.</p>
<p style="text-align: center;">XXX</p>
<p>Vorrangig ist &#8220;Und was passiert dann? &#8211; Geschichten erfinden mit Kindern&#8221; als Anleitung für den Fabulieralltag im Kindergarten gedacht. Aber es funktioniert genauso gut zu Hause. Da ich keine Kindergärtnerin bin, könnt ihr mir das guten Gewissens glauben. Wer sich das Buch zulegt, dem widerfährt Gutes. Denn wo bekommt man heutzutage schon alles komplett serviert? Andrea Behnke liefert Anleitung und Ideen genauso wie Zuspruch und Motivation. Ausgehend von der Feststellung, dass jeder erzählen kann, betont die erfahrene Journalistin und Autorin für Kinder-, Jugend- und Bildungsmedien den vielfachen Wert, den das gemeinsame Erzählen in die Familien bringt. Zuhören, Konzentration, Vorstellungskraft, Sinnesschärfung, Improvisationsfähigkeit, Empathie, Mitdenken, Ausdrucksweise, Strategiefindung, das Erkennen von Erzählstrukturen &#8211; all diese wirklich wichtigen Fähigkeiten entwickeln sich durch das Erzählen von ganz allein.</p>
<p>30 Übungen sind im Buch beschrieben, die jedem einsilbigen Zeitgenossen die Zunge lösen werden. Die Erzählsession könnte zum Warmwerden auf einem imaginärem orientalischen Markt beginnen und unter Einbeziehung sämtlicher realer Küchenutensilien in eine Theatervorstellung münden. Anregung gibt es genug: Kamishabai-Papiertheater, Märchen-gegen-den-Strich-bürsten, Was-wäre-wenn-Geschichten, Quatschnamen-Geschichten, autobiographische Geschichten mit alten Fotos und Spielzeugen&#8230; Und wenn es an einer Stelle nicht mehr weiter geht, dann steht nur die eine Frage im Raum: &#8220;Und was passiert dann?&#8221; Und die Geschichte wird weiter sprudeln. Egal, auf welche Erzählvariante die Entscheidung fällt, alle Erzählteilnehmer begeben sich auf eine gemeinsame Ebene und das verbindet. Dabei entsteht eine eigene Geschichte, ein Schatz.</p>
<p>Andrea Behnke hat ihren Erzähler-Fundus wunderbar einfach angeordnet. Jede Anleitung ist etwa ein bis zwei Seiten lang. Dazu gibt es einen Infokasten, in dem sämtliche empfohlenen Angaben zu Alter, Gruppengröße, Ort, Material, Vorbereitung und die einzelnen Erzählschritte zusammengefasst sind. Zusätzlich verbreiten knuffige Illustrationen eine positive Grundstimmung beim Blättern. Das Buch ist handlich und im Ernstfall sofort einsatzbereit, z. B. bei Kindergeburtstagen oder an langweiligen Sonntagen.</p>
<p>Andrea Behnke: &#8220;Und was passiert dann? &#8211; Geschichten erfinden mit Kindern&#8221;, Verlag Herder GmbH, 2012</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020806.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1177" title="und was passiert dann" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020806-e1335097152475.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
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		<title>Text-Burger in Bristol</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 11:16:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plunderstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Bath]]></category>
		<category><![CDATA[Bristol]]></category>
		<category><![CDATA[England]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>

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		<description><![CDATA[Diesmal ist unsere Stadterkundung etwas abschüssig geraten und deswegen gibt es heute nicht lecker Leipzig, sondern lecker Bristol mit einem Schuss Bath. Wir residierten very british im Mini-Reihenhaus. Die Silhouette dieser Häuschen mit den Krönchen auf den Schornsteinen bestimmen das Stadtbild. &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; &#160; Banksy wurde in Bristol geboren und natürlich trifft [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal ist unsere Stadterkundung etwas abschüssig geraten und deswegen gibt es heute nicht lecker Leipzig, sondern lecker Bristol mit einem Schuss Bath. Wir residierten very british im Mini-Reihenhaus. Die Silhouette dieser Häuschen mit den Krönchen auf den Schornsteinen bestimmen das Stadtbild.</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020650-e1334648678337.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1150" title="Bristol 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020650-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020665.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1157" title="Bristol 6" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020665-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Banksy wurde in Bristol geboren und natürlich trifft man ihn öfter in den Straßen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020685.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1151" title="Banksy 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020685-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020794.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1154" title="Banksy 3" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020794-e1334650090776-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020796.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1155" title="Banksy 4" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020796-e1334650206125-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020741-e1334649083790.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1152" title="Banksy 2" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020741-e1334649083790-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Aber auch andere Street Art Künstler bekommen in Bristol Chancen. Dafür wurde sogar eigens eine Straße abgeriegelt, damit diese in Ruhe zu Werke gehen konnten, hier rechts ein Beispiel:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020706-e1334650689651.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1156" title="Banksy 5" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020706-e1334650689651-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>In Leipzig dagegen tagte gerade die <a href="http://www.lvz-online.de/leipzig/citynews/anti-graffiti-konferenz-in-leipzig-experten-diskutieren-ueber-schutz-gegen-schmierereienien/r-citynews-a-133055.html">Anti-Graffiti-Konferenz</a>, so gelesen bei Heldenstadt.de.</p>
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<p>Bücher haben in Bristol ein besonders schönes Zuhause bekommen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020674.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1158" title="Bristol 8" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020674-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Wir wohnten gleich an der Gloucester Road, in Europa die längste Straße mit unabhängigen Läden. Buddhisten neben Katholiken, Osteopathen, Chiropraktiker, Chinesische Mediziner, Reiki-isten, Homöopathen&#8230; und alle tummeln sie sich in diesen kleinen entzückenden Häuschen:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020743-e1334657633680.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1159" title="Bristol 9" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020743-e1334657633680-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>  <a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020713.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-1160" title="Bristol 10" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020713-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020733.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1164" title="Bristol 14" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020733-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p>Manche Hausbewohner mögen Tiere. <a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020746-e1334658190674.jpg"><img class="alignleft  wp-image-1161" title="Bristol 11" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020746-e1334658190674-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a>Auch in der Werbung auf Smoothieverpackungen spielt die Katze eine Rolle:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020731.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1162" title="Bristol 12" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020731-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Auch sonst bietet die Smoothieverpackung links heitere Kurzweil:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020730.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1163" title="Bristol 13" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020730-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></a></p>
<p>Im Museum sind zur Zeit 10 Zeichnungen von Leonardo da Vinci aus der Königlichen Privatsammlung zu sehen &#8211; da haben wir natürlich hingeschaut. Auch sonst ist das Museum ein Überflieger:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020691.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1165" title="Bristol 15" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020691-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020684.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1166" title="Bristol 16" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020684-e1334659715494.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
<p>Und zum Schluss noch eine Prise Bath, wohin wir einen Sonntagsausflug machten. Auf dem größten Spielplatz dort haben wir übrigens diesen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eddie_Marsan">britischen Schauspieler</a> gesehen.</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020758.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1167" title="Bath 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020758-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a> <a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020781.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1168" title="Bath 2" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020781-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020783.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1169" title="Bath 3" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020783-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020784.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1170" title="Bath 4" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020784-300x225.jpg" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
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<p>Herr Schlönske hatte am Ende der Reise die englische Sprache begriffen: Achtung Ampel heißt &#8220;Achtung Ämpel&#8221;! Und Herr Urz attestierte den Briten eine Schwäche für blaue Autos: 143 Stück zählte er auf den Bristoler Straßen. Auch die von uns gesichteten Bristoler Fußballfans kleiden sich blau. Als Herr Urz angesichts ihrer ausrief: &#8220;Da hat wohl Schalke gespielt!&#8221;, kassierte er selbstverständlich eine Moppe auf den Hinterkopf. Also wirklich.</p>
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		<title>Cat Content&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Apr 2012 19:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Plunderstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Cat Content]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; ist für die menschliche Daseinsform enorm wichtig. Und natürlich möchte ich mich mit meinem Fellfresschen bei den Internetgöttern beliebt machen. Möge man mir gewogen bleiben. Miau.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; ist für die menschliche Daseinsform enorm wichtig. Und natürlich möchte ich mich mit meinem Fellfresschen bei den Internetgöttern beliebt machen. Möge man mir gewogen bleiben. Miau.</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020463.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1146" title="Cat Content April" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020463-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
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		<title>&#8220;Geschichten hinter vergessenen Mauern&#8221;</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Apr 2012 08:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Lecker Leipzig]]></category>
		<category><![CDATA[Architektur]]></category>
		<category><![CDATA[Fabrik]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
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		<category><![CDATA[Orte]]></category>
		<category><![CDATA[Sowjetischer Pavillon]]></category>
		<category><![CDATA[Verfall]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Leipziger Dok-Film &#8220;Geschichten hinter vergessenen Mauern&#8221; hatte am Wochenende Premiere: Im Sowjetischen Pavillon auf der Alten Messe!!! Durch das Crowdfunding mit VisionBakery (siehe hier) konnten die Filmemacher um Enno Seifried ihren Film einem großen Publikum zeigen. Dass die Premiere schließlich in einem der Lost Places aus dem Film stattfand, haben 356 Unterstützer möglich gemacht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Leipziger Dok-Film &#8220;Geschichten hinter vergessenen Mauern&#8221; hatte am Wochenende Premiere: Im Sowjetischen Pavillon auf der Alten Messe!!! Durch das Crowdfunding mit VisionBakery (siehe <a href="http://www.visionbakery.de/vision/214">hier</a>) konnten die Filmemacher um Enno Seifried ihren Film einem großen Publikum zeigen. Dass die Premiere schließlich in einem der Lost Places aus dem Film stattfand, haben 356 Unterstützer möglich gemacht.</p>
<p>Ich denke, mindestens die Hälfte des Publikums waren Geocacher. Vor mir trugen die Zuschauer Jacken mit Aufschriften wie &#8220;Lost Places&#8221; oder &#8220;Rottenplaces&#8221; &#8211; die kannten sich aus und schmachten leere Fabriken nicht nur aus dem vorbeifahrenden Regionalexpress an &#8211; wie ich. Während des Films murmelte es in den Reihen kennerhaft: &#8220;Ach, das ist in der xxx-Straße.&#8221;, &#8220;Das wird bald saniert.&#8221;, &#8220;Da war ich auch schon.&#8221;, &#8220;Da hab ich mal den xxx getroffen.&#8221;</p>
<p>Letztens meinte jemand: Ruinen fotografiert ja heutzutage jeder. Mag sein, dass die Faszination an dem vielleicht größten Leerstand jahrhundertealter Industriearchitektur um sich greift. Aber irgendwas muss dran sein. In dem Film wurden Zeitzeugen, Investoren, Visionäre und Politiker interviewt. Und jeder beteuerte seine Wehmut. Aber es gibt verschiedene Wehmüte. Die ehemaligen Mitarbeiter des alten Astoria-Hotels, die immer noch in breit angelegten Astorianer-Treffen zusammen finden, wollen das &#8220;Früher&#8221; wieder haben. &#8220;Wenn das Astoria irgendwann wieder eröffnet, bin ich bei der ersten Silvester-Feier mit dabei&#8221;, sagte eine der Ehemaligen. Ein früherer Koch erzählte von Potemkinschen Dörfern, die hier zu DDR-Zeiten für Funktionäre erbaut wurden.</p>
<p>Die Fotografen, Geocacher, Musiker und Sprayer dagegen mögen ihre Lost Places, so wie sie sind, eben lost. Geht es darum, diese Orte wieder her zu stellen? In einer anschließenden Diskussion erzählt Ingrid, dass sie sich bei bei solchen Bildern immer vorstellen muss, wie es früher dort ausgesehen hat, als Leute dort gearbeitet haben. Das geht mir überhaupt nicht so. Ich will die Spuren der Zeit sehen. Was genau die Faszination an morbiden Gemäuern ausmacht, konnte ich noch nie auf den Punkt bringen. Einer der Fotografen im Film sagte: Für ihn sei es so eine Art Märchen, ein verwunschener Ort. In keinem Reiseführer zu finden. Geheimnisvoll. Illegal. Das gefällt mir.</p>
<p>Der Film zeigt atemberaubende genauso wie traurige Einstellungen von Orten, die dem Untergang geweiht sind. <a href="http://www.meyer-clemens.de/site/clemens_meyer/home">Clemens Meyer</a> hat einen großartigen Auftritt. Andreas Keller vom Centraltheater kriecht bis in den Waschraum des alten Postbahnhofs in Schönefeld, Rückenbürste und Seifenbeutel hängen noch da, die Gleise aber sind schon verschwunden. Natur greift um sich. Man sieht die Anfänge des leidigen City-Tunnels, der bereits 1913 in Teilen fertig gestellt wurde und unter Leipzig einsam herum steht, ungenutzt. Genauso wie die ehemaligen Lagerräume für Obst und Gemüse unter dem Bowlingcenter, die eher an Hannibal Lector erinnern, wie einer der Geocacher bemerkt.</p>
<p>&#8220;Geschichten hinter vergessenen Mauern&#8221; ist ein toller Film. Ein paar kleine Kritikpunkte hätte ich trotzdem: Manchmal passt die Musik nicht zu den Bildern. Die Tonqualität mancher Gespräche lässt zu wünschen übrig. Die Erzählerin spricht zu schnell, die Textstruktur gefällt mir nicht. Der Film könnte ruhig eine Viertelstunde kürzer sein. Aber das ist meine Auffassung, sehen andere vielleicht nicht so. Ich bin froh, dass es diesen Film gibt.</p>
<p>Und jetzt noch ein paar Bilder vom sowjetischen Pavillon:</p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020599.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1137" title="Pavillon 1" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020599-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020598.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1138" title="Pavillon 2" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020598-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020603.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1139" title="Pavillon 3" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020603-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020607.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1140" title="Pavillon 4" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020607-1024x768.jpg" alt="" width="450" height="337" /></a></p>
<p><a href="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020594.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-1141" title="Pavillon 5" src="http://text-burger.de/wp-content/uploads/2012/04/P1020594-e1333265686394.jpg" alt="" width="450" height="600" /></a></p>
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		<title>Schimpf mal wieder</title>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 18:45:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Menü des Tages]]></category>
		<category><![CDATA[Fluchen]]></category>
		<category><![CDATA[Lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpfen]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpfwörter]]></category>
		<category><![CDATA[Schimpfwörtergenerator]]></category>

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		<description><![CDATA[So, jetzt sag ich ma was! Schimpfen ist manchmal genauso wichtig wie Lachen. Lachen kann Kranke gesunden und macht schlank. Weiß ich. Aber Schimpfen und Fluchen sind auch wichtig für das seelische Gleichgewicht. Und übrigens ist das Schimpfen auch in seiner Wirkung auf die Physis dem Lachen ziemlich ähnlich. Der englische Physiologe Richard Dearnborn veröffentlichte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So, jetzt sag ich ma was! Schimpfen ist manchmal genauso wichtig wie Lachen. Lachen kann Kranke gesunden und macht schlank. Weiß ich. Aber Schimpfen und Fluchen sind auch wichtig für das seelische Gleichgewicht. Und übrigens ist das Schimpfen auch in seiner Wirkung auf die Physis dem Lachen ziemlich ähnlich.</p>
<p>Der englische Physiologe Richard Dearnborn veröffentlichte 1900 folgende minutiöse Zeilen über die Physiognomie des Lachens. Da hat einer mal richtig hin geschaut, wenn andere gelacht haben. Und da merkt man es: Der Körper reagiert beim Lachen ähnlich wie beim Schimpfen:</p>
<p>&#8220;Beim Lachen und mehr oder weniger beim Lächeln gibt es klonische Spasmen des Zwerchfells (<em>wenn man vor Wut Schnappatmung kriegt</em>), gewöhnlich etwa 18 an der Zahl, und eine Kontraktion der meisten Gesichtsmuskeln. Der obere Teil des Mundes und die Mundwinkel werden nach oben gezogen (<em>oder beim Schimpfen eben nach unten</em>). Das obere Augenlid wird hoch gehoben (<em>Nachtigall, ick hör dir trapsen</em>), wie in einem gewissen Maß auch die Brauen, die Haut über der mittleren Fläche des Stirnbeins und die Oberlippe, während die Haut an den äußeren Augenwinkeln sich charakteristisch runzelt (<em>Schimpffältchen</em>). Die Nüstern sind mäßig erweitert und nach oben gezogen (<em>ein Pony?</em>), die Zunge ist etwas gestreckt (<em>bäh</em>), und die Wangen sind gebläht. Bei Personen mit stark entwickelten Ohrmuschelmuskeln (<em>!</em>) tendieren die Ohrmuscheln nach vorn. Der Unterkiefer vibriert (<em>Filmschauspielerinnen fangen dann an zu heulen</em>) oder ist zurück gezogen, und der Kopf wird bei starkem Gelächter zurück geworfen, der Oberkörper streckt sich und neigt sich sogar zurück, bis Ermattung und Schmerz im Zwerchfell und der Bauchmuskulatur den Körper zur Entlastung deutlich beugen lassen (<em>kummer- und schimpfgebeugt sozusagen</em>). Das ganze arterielle Gefäßsystem weitet sich, so dass durch die Wirkung der Hautkapillaren Erröten des Gesichts und des Halses (<em>WUT!!!</em>) und manchmal auch der Kopfhaut und der Hände eintritt. Aus demselben Grund treten die Augen oft etwas hervor (<em>große Wut!!!</em>) , und die Tränendrüse tritt in Aktion, aber gewöhnlich nur so weit, dass die Augen glänzen, oft jedoch auch so stark, dass die Tränen ihre Kanäle ganz überschwemmen (<em>es ist eben zum Heulen</em>).&#8221;</p>
<p>Damit das mit dem Schimpfen gut klappt, benötigt die große Klappe ein möglichst breit gefächertes Vokabular. Mal schimpft sie mehr in Richtung Hackfresse, dann eher in der Tonart Kackbratze und manchmal meckert sie sogar in der Nulpen-Liga. Herr Urz hatte in seiner letzten Geolino einen Schimpfwortgenerator beiliegen. Tolle Sache das! Man dreht an drei kleinen Rädchen und kommt so auf 134 Schimpfwörter à la Siffiger Sabberhaufen, käsige Pupsschwarte oder hohler Schrumpfrüssel. Das inspiriert doch zu eigenen Schöpfungen. Wie steht es mit &#8220;Gondel der Dummheit&#8221; oder mit &#8220;Popelflöte&#8221;. Vorschläge werden wohlwollend honoriert.</p>
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		<title>Kommt&#8217; n Hase zum Bäcker&#8230;</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 18:10:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Junges Gemüse]]></category>
		<category><![CDATA[Humor]]></category>
		<category><![CDATA[Kinderwitze]]></category>
		<category><![CDATA[Witze]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; oder warum lachen die Leipziger Fahrgäste im Bus, Linie 89 nicht über Kinderwitze? Wir befinden uns momentan im Stadium der Kinderwitze. Das ist so was Ähnliches wie die Pubertät. Wenn Kinder Witze erzählen, dann gleich 20 Stück hintereinander. Jeden Tag. Jeden Tag dieselben Witze. Und witzig sind sie überhaupt nicht. Dabei folgen Kinder instinktiv [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230; oder warum lachen die Leipziger Fahrgäste im Bus, Linie 89 nicht über Kinderwitze?</p>
<p>Wir befinden uns momentan im Stadium der Kinderwitze. Das ist so was Ähnliches wie die Pubertät. Wenn Kinder Witze erzählen, dann gleich 20 Stück hintereinander. Jeden Tag. Jeden Tag dieselben Witze. Und witzig sind sie überhaupt nicht. Dabei folgen Kinder instinktiv ihrem Rampensau-Modus: Kommt eine Person von außerhalb dazu, beginnen sie auf der Stelle Witze zu erzählen und hören nicht mehr auf. Es funktioniert aber auch im Kreis der Familie am Abendbrottisch, auf dem Nachhauseweg, beim Blog-Schreiben&#8230; Kinderwitze, vor allem welche mit Fritzchen, sind wahre Kosmopoliten.</p>
<p>Neulich: Herr Schlönske und ich sitzen im Bus, uns gegenüber ein älterer Herr. Herr Schlönske schaut ihn direkt an, winkt mit den Augen und legt los: &#8220;Kommt&#8217; n Hase zum Bäcker&#8230;&#8221; Der alte Herr guckt den kleinen Herrn Schlönske entsetzt an. Beim zweiten &#8220;Hattu Möhren&#8221;, wendet sich der Herr ab und stiert hinaus auf die Straße. Als der Witz an die Stelle kommt, wo der Hase neben Frau Merkel hängt, herrscht eisiges Schweigen im Bus. Doch es geht weiter: &#8220;Gehen zwei Tomaten über die Straße&#8230;&#8221;, &#8220;Was ist weiß und rennt durch den Wald?&#8230;&#8221;, &#8220;Fliegen zwei Möhren durch die Luft&#8230;&#8221; Herr Schlönske gibt alles und erntet: Nichts.</p>
<p>Es gibt ja gewisse Vorurteile. Haben die Deutschen Humor? Können sie über komische Situationen lachen oder nur über Andere? Mögen die Deutschen keine Kinderwitze, weil diese nicht das Ergebnis einer ernsthaften geistigen Arbeit sind? Kann man diese Fragen überhaupt auf die Leipziger in der Buslinie 89 anwenden?</p>
<p>Es ist eine der großen Herausforderungen des Lebens, sich auch beim drölfzigsten &#8220;Kommt&#8217; n Hase zum Bäcker&#8221; vor Lachen rumzukugeln&#8230; Ach, kennt ihr eigentlich den: &#8220;Sagt ne Frau beim Bäcker: &#8220;Rumkugeln möcht ich!&#8221;</p>
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		<title>Ein gutes Buch: Suna</title>
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		<pubDate>Wed, 14 Mar 2012 10:27:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Text-Burger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mein Senf dazu]]></category>
		<category><![CDATA[Buchbesprechung]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Ziefle]]></category>
		<category><![CDATA[Suna]]></category>

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		<description><![CDATA[Pünktlich zur Buchmesse möchte ich heute ein Buch empfehlen. Es ist noch ganz frisch, erst am 29. Februar erschienen. Die Autorin Pia Ziefle kenne ich aus meinem Netzwerk Texttreff. Letztes Jahr zur Buchmesse war Pia noch auf der Suche nach einem Verlag. Dieses Jahr reist sie bereits mit ihrem ersten Roman nach Leipzig. Das Buch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Pünktlich zur Buchmesse möchte ich heute ein Buch empfehlen. Es ist noch ganz frisch, erst am 29. Februar erschienen. Die Autorin Pia Ziefle kenne ich aus meinem Netzwerk Texttreff. Letztes Jahr zur Buchmesse war Pia noch auf der Suche nach einem Verlag. Dieses Jahr reist sie bereits mit ihrem ersten Roman nach Leipzig.</p>
<p>Das Buch begleitet Suna durch sieben schlaflose Nächte, in denen sie ihrer neugeborenen Tochter eine Geschichte erzählt. Es ist die Geschichte von Suna und gleichzeitig ist es die ihrer kleinen Tochter. Denn es geht darin um Familie, um Wurzeln, um Dinge, die sich nicht leugnen lassen. Und Suna heißt außerdem noch Luisa und Marina. Drei Namen für eine Frau, bekommen von verschiedenen Elternteilen. Luisa hat mehrere Eltern. Sie ist ein bisschen türkisch, ein bisschen deutsch und “restjugoslawisch“. Aber jetzt hat sie eine kleine Tochter, die nicht schläft. Sie schläft nie. Es ist zum Verzweifeln. Der Dorfarzt attestiert: „Sie kann keine Wurzeln schlagen. Finden Sie ihre“. Viel mehr will ich vom Inhalt gar nicht verraten.</p>
<p>Luisas Wurzeln wuchern wild. Auf die Welt gekommen ist sie durch den türkischen Gastarbeiter Kamil (mit Dichterhänden) und der serbischen Julka (mit einem schielenden Auge). Später wurde sie adoptiert („amputiert“) von Johannes (Einzelgänger mit Bestnoten) und Magdalena (lehnt das Gewöhnliche ab). Pia Ziefle erzählt alle Lebensgeschichten, welche die Aufziehenden mit sich herum schleppen. Da gibt es halbe Mägen, Schuldgefühle, ordentliche Wäscheschränke, Traditionen, Konventionen, Lügen, Schwierigkeiten mit der Sprache, Verluste, Ängste, Verlustängste… All diese Dinge gehören zu höchst unterschiedlichen Menschen. Und diese Menschen liegen wie Pünktchen auf einer Gerade (laut Mathematik: Eine gerade, unendlich lange, unendlich dünne und in beide Richtungen unbegrenzte Linie). In Luisas Erzählung tauchen viele Pünktchen auf, die aber alle durch eine Linie verbunden sind. Das ist die Familie. Wurzeln. Herkunft. Erbe. Schließlich: das Leben. „… wozu sollte ein Leben wie meines denn nütze sein, nur Leid und Verlust sagte ich, wer könnte denn etwas haben davon?“ – „Du selbst, sagte Tom, du kannst lernen und daran wachsen.“ (S. 226) Darin liegt für mich der Knackpunkt des Romans.</p>
<p>Was mich beim Lesen mit größter Zufriedenheit erfüllte, ist Pia Ziefles klare Sprache. Wie ich das liebe, wenn jemand erzählen kann. Man möchte zu Luisas Füßen Platz nehmen und ihrer Stimme lauschen. Sie nimmt mich mit, eröffnet mir Welten und reiht die Geschichte (die ganz große) mit ein. Weltkrieg, kommunistische Bauern, Einwandererpolitik, Wirtschaftswunder, Emanzipation, Srebrenica… Auch an der Geschichte kommt im Leben keiner vorbei. Sie stellt Dinge mit den Menschen an. Am Leben sind immer (mindestens) zwei schuld. Der Sinn des Lebens liegt in allen Beteiligten. Den zu suchen aber, macht stark und mutig. Nur wer Mut hat, kramt in seinem Gepäck. Aber Vorsicht: Der Inhalt kann Spuren von Liebe enthalten.</p>
<p>Pia Ziefle: Suna, Ullstein 2012</p>
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