Über den Inhalt seines Wäscheschrankes kann man schon mal ausgiebig reden. Folgendes Gespräch von zwei rüstigen Rentnerinnen auf dem Hallenser Bahnhof aufgeschnappt und so original wie möglich wieder gegeben:
- Mein rotes Bettlaken, weißte, dass für zweineunundneunzich, das färbt.
- Hat jefärbt?
- Ja, das warn Schönes, janz weich. Habich mich jefreut, als ich das für denne Preis jekriegt hab. Aber nu is mein janzes Unterbett rot. Das hat man nu von den Preis.
- Ich schlaf zur Zeit nur mit Bezuch. Wenns so warm ist, reicht das ja völlig.
- Ja, das haste Recht, das reicht ja völlich. Oder einfach nur mit nem Laken zudecken.
- Ja.
- Weißte, ich hab son schönes, großes, einfünfundfuffzig ist das breit.
- Ach Jisela (Namen von der Redaktion geändert), das is doch nich einsfünfundfuffzich! Ein Laken ist höchstens neunzich breit.
- Ich meine, das ist…
- … höchstens ein Meter breit is son Laken.
- … ich meine doch, es is wirklich groß. Weißte, meine Matratze ist doch so hoch, un da krieg ich das noch locker drübber.
- Ach so.
- En schönes Laken is das, ganz weich und kuschlich, so richtich kuschlich.
- Sone weiche Bettwäsche hab ich och. Hab ich zur Elfriede (Namen von der Redaktion geändert) jesacht, das is so weich un kuschlich, jenau richtich fürn Winter.
- Ich hatte mal son weiches Nachthemd. Das hab ich nur einma angezogen. Was ich da drin jeschwitzt hab.
- War das aus dem Laden, wo wir ma zusammen de Laken jekooft ham?
- Nee. Aber de Laken ham übrigens jekrümelt, die warn nix.
- Kennste dieses rutschige Zeug?
- Sateng!
- (kichert) Da hattich ma Bettwäsche und Laken uffjezogen, da bich ich voll weg gejerutscht. (kichern beide) So was brauch ich nich.
- Nee, das brauchen wir nich.

