Vor vielen Jahren, wahrscheinlich sind es neunzehn an der Zahl, klingelte der “Wessi-Student” von oben an unserer Studentenwohnung. Er fragte: “Eyh, kann ich mir mal einen Feudel von euch borgen.” Ich war komplett ratlos. “Oder einen Hader?”, versuchte es der Student noch einmal, woraufhin ich noch ratloser schaute. Es dauerte eine Weile, bis wir heraus fanden, dass er einen Scheuerlappen wollte.
Damit in Zukunft keine Probleme mit Begriffen aus unterschiedlichen Bundesländern auftreten, hat die Philologisch-Historische Fakultät der Universität Augsburg einen “Atlas zur deutschen Alltagssprache” zusammen gestellt. Möchtet ihr bitte hier schauen. Wissenschaftler haben hier Sprachlandkarten zu Begriffen veröffentlicht.Wenn man den Begriff “gebratener Fleischklops” anklickt, sieht man, dass ich aus dem Land der Bulette komme, während sich der Norden fest in der Hand der Frikadelle befindet und das Schwabenländle vom Fleischküchle geprägt ist.
Links im Menü kann man sich ganz bequem durch die erste, zweite, dritte… Runde klicken – oder ihr gebt einen bestimmten Begriff gleich in die Suchfunktion ein. Das Ganze ist bereits sehr umfangreich gediehen und jeder kann selbst an den Umfragen teilnehmen (gerade läuft die achte Runde). Dialekte sind ja stets ein willkommener Gesprächsstoff in geselligen Runden. Dank dieser Seite lässt es sich in Zukunft wundervoll gepflegt klugscheißen.




